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...aber nun dürfen Niko, Michi und ich bald wieder gemeinsam die Schulbank drücken - im Mai steht der NKI-Kurs[1] an. Außerdem erster Sanikurs mim Mathias!

*laola*

[1] Notfallsanitäter mit besonderer Notfallkompetenz Intubation und Beatmung
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Samstag, 07.03.2015, 14:53


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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Freitag, 02.01.2015, 17:36
Eingeordnet unter: RTW, Rettung, Zum Nachdenken


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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Sonntag, 05.01.2014, 23:43
Eingeordnet unter: KHD, KTW, NAW, RTW, Rettung


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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Mittwoch, 23.01.2013, 00:00
Eingeordnet unter: KTW, NAW, RTW, Rettung


Bei uns ist es recht häufig so, dass ähnliche Teams immer wieder Dienst am RTW tun. Somit kennt man seine Kollegen und kann ihr Verhalten oft antizipieren. Das führt natürlich zu einer gewissen Vertrautheit und jeder weiß ungefähr was die nächsten Schritte sein werden. Wir sprechen alle die gleiche (medizinische Sprache) und wenn man auch noch regelmäßig und häufig gemeinsam Dienste fährt so führt das dazu, dass wie in einem großen Uhrwerk ein Zahnrädchen ins andere greift.
Auf der anderen Seite führt das natürlich automatisch dazu, dass man mit einem Team mit dem man sonst nie Dienst tut sich plötzlich verhältnismäßig schwer tut. Man spricht zwar weiterhin die gleiche Sprache, jedoch mit einem deutlich unterschiedlichen Dialekt. Jeder macht gewisse Kleinigkeiten doch ein wenig anders und plötzlich gerät das Uhrwerk ein wenig ins Stocken. Nicht so, dass man es von Außen merken würde oder gar der Patient schlechter behandelt würde, aber doch so, dass es ein erhöhter Stressfaktor für die Mannschaft ist.

Genau diese Tatsache habe ich in einem meiner letzten Dienste erlebt bei dem ein Patient der Zeichen eines akuten Koronorsyndroms plötzlich zu Atment aufhörte und damit Reanimationspflichtig wurde. So eine Situation ist natürlich immer ein Stressfaktor, da gerade am Anfang tausend Dinge gleich und sofort passieren sollen.
Natürlich muss die Herzdruckmassage qualitativ gut und möglichst unterbrechungsfrei durchgeführt werden. Der Patient benötigt einen gesicherten Atemweg und eine adäquate Beatmung. Immerhin ein venöser Zugang war bereits vorhanden, somit konnte das notwendige Adrenalin sehr zeitnahe verabreicht werden.
Natürlich erhielt der Patient auch Heparin, hatte bereits vorher Vendal (Morphium) erhalten und im Verlauf wurde er auch noch sediert. Das angeschlossene EKG zeigte ab dem Zeitpunkt der Apnoe eine Asystolie, also eine nicht defibrilierbaren Herz-Rhytmus. Da das nächste Zentrum mit diensthabendem Herzkatheter / PTCA einige Fahrtzeit entfernt war, entschloss der NA sich dazu, dass der Patient unter Reanimation in das entsprechende Krankenhaus gebracht werden sollte.
Da ich in diesem Dienst zum ersten mal alleine (d.h. ohne Aufsicht) als Lenker am RTW Dienst tat, war das auch meine erste Fahrt unter laufender Reanimation. Wie mein Team mir im Anschluss mitteilte war die Fahrt der Situation entsprechend sehr ok gewesen. Natürlich ist es nicht sehr bequem für die Mannschaft im Stehen im fahrenden Auto zu arbeiten, jedoch geht es in diesem Fall nicht anders. Der Lenker muss in diesem Fall einen ausgewogenen Fahrstil, zwischen zügigem Transport und gleichmäßiger Fahrweise (um der Mannschaft möglichst gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen), an den Tag legen.
Der Patient wurde auf der Intensivstation noch weiterhin reanimiert, es konnte jedoch im weiteren Verlauf eine Herzkatheter Untersuchung durchgeführt werden und der Patient hatte ROSC (return of spontaneous circulation).
Ob der Patient überlebt hatte und falls ja, wie gut sein neurologisches Outcome ist weiß ich leider nicht. Gute Karten hatte er jedenfalls auf Grund seiner bereits vorhandenen Grunderkrankungen leider nicht...
Nachtrag: Leider hat der Patient nicht überlebt. Obwohl die Angiographie unter Reanimation durchgeführt wurde, war ein Wiedereröffnen der Koronar-Arterien nicht möglich.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Samstag, 15.12.2012, 18:17
Eingeordnet unter: RTW, Rettung


In einem meiner letzten Dienste am RTW wurden wir zu einem männlichen 30 jährigen Patienten gerufen, der nach Medikamenteneinname plötzlich über Atemnot und Unwohlsein klagt. NEF und RTW wurden parallel alarmiert.
Der RTW trifft deutlich vor dem NEF ein und der Patient begrüßt das Team im Stiegenhaus vor seiner Wohnung "Ich bin extra heraus, weils in der Wohnung so ausschaut", trotzdem haben wir ihn erstmal in seine Wohnung gebeten um uns einen besseren Eindruck zu verschaffen. Es imponiert eine total verdreckte, abgewohnte Wohnung mit deutlichen Zeichen von (i.v.) Drogenabusus, Nikotinabsus sowie unzählige Bierdosen.
Ersteindruck:
A: frei
B: Orthopnoe, Lunge beidseits gut belüftet, keine Spastik oder Rasselgeräusche, SpO2 98%, AF 12
C: Radialis Puls kräftig aber deutlich tachykard, Haut rosig, keine Zeichen einer Zyanose, Abdomen weich, RR (im Verlauf erhoben 130/80)
D: mittelweite Pupillen, verlangsamt lichtreaktiv, rund, isochor, GCS 15, grob neurolog. unaufällig.
E: keine Verletzungen, aber Einstichstellen an beiden Unterarmen.

Symptoms: Derzeit hat er das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen, hat Schüttelfrost, Schmerzen im ganzen Körper.
Allergien: Patient berichtet keine Allergien zu haben, als
Dauermedikation listet er auf: Mogadon, Substitol, Depakine, Trittico und seit heute Revia. Er hat bekannte Hepatitis-C, ist Alkohol und Opiatabhängig.
Der Patient gibt auf Nachfrage an, dass er das Substitol spritzt und seit 2 Wochen versucht einen Alkoholentzug zu machen. Bisher trankt er 10-15 Bier pro Tag, gestern zuletzt 2 Bier.


Nach einer allergischen Reaktion sieht das erstmal nicht aus. Alle Medikamente bis auf Revia waren uns bekannt. So haben wir mal einen kurzen Blick in den Beipacktext geworfen und folgendes gefunden:
ZitatEIGENSCHAFTEN: Opiatantagonist
ANWENDUNGSGEBIET: Zur Unterstützung der Abstinenz nach Alkoholentzug (im Rahmen eines umfassenden Therapieprogramms).
DOSIERUNG: Vor Behandlungsbeginn muss Patient opiatfrei sein
KONTRAINDIKATIONEN: Opiatabhängigkeit, Opiat-Entzugserscheinungen, schwere Leberschäden, akute Hepatitis, schwere oder akute Lebererkrankung
HINWEISE: Bei Opiatabhängigen lebensgefährliches Entzugssyndrom möglich. Leberfunktion kontrollieren.

Wir hatten genug gelesen um festzustellen, dass der Arzt dem Patienten vermutlich Helfen wollte, ihn jedoch direkt damit in den kalten Entzug geschickt hat. Eine Therapie dafür gibt es präklinisch nicht und so mussten wir unterstützend wirken und haben den Patienten schlicht hospitalisiert.
Das NEF traf ein als wir mit dem Patienten beim RTW angelangt waren und konnte sodann wieder den Heimweg antreten. Der Transport auf eine Interne Abteilung in ein Krankenhaus der Maximalversorgung (war gleichzeitig das Nächste ;-)) verlief ohne Zwischenfälle.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Dienstag, 18.09.2012, 16:19
Eingeordnet unter: RTW, Rettung


Mein erster Dienst als NFS am Rettungswagen hat sehr unspektakulär begonnen. Ein betrunkener der in einen Raufhandel verwickelt war, eine ältere Dame, deren größtes Problem das fehlende Abendessen war. So hats angefangen ...

Nichts weiter erwartend kam der nächste Einsatz "32B04 - Unklares Geschehen - Fremdsprachiger Anrufer wurde nicht verstanden". Najo, das kann ja heiter werden. Vermutlich wieder mal Fieber und Unwohlsein seit 2 Wochen. Also Rucksack geschnappt und auf geht's.
Auf halbem Weg vom Auto zum Haus kommen uns zwei Erwachsene mit einem leblosen Kind entgegen mit den Worten "Atmet nicht mehr!" Also ruckzuck das Kind geschnappt und ins Auto auf die Trage gelegt. Und nun gehts los im Hirn: ABCDE, Kritisch? Nicht kritisch? Was ist eigentlich passiert?
GFI (General First Impression): Kind, 2 Jahre alt, bewegungslos und reagiert nicht auf Ansprache und nur minimal auf Schmerzreiz, es sind keine Blutungen zu sehen. Puls peripher vorhanden.

A scheint verlegt zu sein -> Esmarch-Handgriff eröffnet den Atemweg und damit wird er freigehalten
B zeigt deine deutlich erhöhte Atemarbeit, aber beidseitige gleiche Thoraxexkursionen, SpO2 von 72, Lunge auskultiert, jedoch auf Grund der lauten Umgebung nichts gehört. Da die Sättigung so mies ist und das Kind deutliche Zeichen einer Atemnot zeigt, wurde das Kind als kritisch eingestuft und der Notarzt nachgefordert. Weiters erfolgt die Gabe von 12 l/min O2 über eine Maske mit Reservoir.
C zeigt eine kühle Haut, nicht schweißig, minimale Zyanose um die Lippen, peripherer Puls von 80 aber kräftig. Parallel dazu erfolgt ein Monitoring mittels 3-Kanal EKG und Pulsoxymetrie.
D zeigt ein initial soporöses Kind mit mittelweiten gleichseitigen Pupillen, dass nicht Schreit und auch sonst nicht adäquat reagiert mit einem GCS von 7.
E bestätigt nocheinmal, dass das Kind kritisch ist. Es wird komplett entkleidet, um nix zu übersehen, und anschließend in eine Rettungsdecke gewickelt, zwecks Wärmeerhalt.

Im weiteren Verlauf bessert sich die Sauerstoffsättigung des Kindes sehr schnell auf Werte von über 90 und schließlich auf 100%, wobei die Herzfrequenz auf 150-160 bpm ansteigt. Das Kind beginnt sich gegen die gesetzten Maßnahmen zu wehren und klart zunehmend auf. Als der Notarzt eintrifft ist das Kind bereits heftig am Weinen und Schreien, wobei die Sauerstoffsättigung wieder auf etwa 80 absinkt. Dies könnte aber auch auf die heftigen Bewegungen des Kindes zurück zu führen sein.
Die Anamnese ergibt, dass das Kind am Nachmittag 38 °C Fieber hatte und der Vater bereits ein Zäpfchen Mexalen verabreicht hatte. Vor Alarmierung der Rettung hat das Kind, laut dem Vater, am ganzen Körper gekrampft und anschließend rhythmisch gezuckt, was einen Fieberkrampf wahrscheinlich macht. Weiters erfahren wir, dass das Kind bereits 2 Operationen auf Grund eines Hydrocephalus (Wasserkopf) hatte und deswegen kein gutes Verhältnis zu Ärzten hat. Eine weitere Anamnese war auf Grund der eingeschränkten Deutschkenntnisse der Eltern nicht möglich.

Das Kind wird zur Beruhigung der Mutter auf den Schoß gesetzt und unter weiterem Monitoring unter Notarztbegleitung auf eine Kinderstation transportiert. Vor der Abfahrt hat sich die Sättigung bereits soweit gebessert, dass eine weitere Sauerstoffgabe nicht mehr notwendig ist, da das Kind die Maske sowieso nicht toleriert, erfolgt der weitere Transport ohne zusätzlicher Sauerstoffgabe.
Die Fahrt ins Krankenhaus verläuft Komplikationslos und das Kind beruhigt sich zusehendes und bei der Ankunft im Krankenhaus wirkt es, als wäre nie etwas passiert.

Wieder einmal hab ich gesehen, dass man im Rettungsdienst stets das Unerwartete erwarten muss. Ich bin sehr froh, dass ich mit einem so routinierten Team gefahren bin, mit dem ich gut zusammenarbeiten konnte, sodass das Kind bei Eintreffen des Notarztes bereits rundum versorgt war.
Balsam für die Seele war auch das anschließende Lob des Notarztes, dass wir das sehr gut gemanaged haben.

So langweilig mein "Übergabedienst" war, so spannend war mein erster alleiniger Dienst.
Bin schon gespannt wie die nächsten Dienste so werden :-)
Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von potassium am Donnerstag, 22.12.2011, 23:12


Wie ich in einem meiner letzten Dienste erfahren hab, ist ein bewährtes und altbekanntes Mittel gegen Diabetes bzw seine Symptome (Überzücker, Hyperglykämie) ganz einfach. Kein Insulin oder so...nein. Ganz einfach und logisch: gegen süß hilft sauer. Daher: Zitronen hälften kauen.
Der Angehörige des Patienten meinte, dass der Patient nach jedem (süßen) Essen eine halbe Zitrone kauen würde, damit der Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteige. Nunja, jedem das seine.
Immerhin hat er trotzdem noch Insulin gespritzt, hab aber gegen den Rechtschenkelblock auch nix geholfen ;-)

Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von potassium am Mittwoch, 29.12.2010, 17:46
Eingeordnet unter: RTW, Rettung, Rettungssanitäteralltag


Betrunken Autofahren ist dumm.
Unangeschnallt Autofahren ist dumm.
Ohne Führerschein Autofahren ist dumm.
Einen Unfall haben ist pech oder dumm.
Fahrerflucht zu begehen ist dumm.
ABER Hallo, alles gemeinsam bei einem Patienten ?!? Das ist einfach epische Dummheit, die ihresgleichen Sucht.
Resultat: Schädelhirntrauma unbestimmten Grades, offene Nasenbeinfraktur beim Beifahrer sowie 3 geschrottete Autos. Prost Mahlzeit!
Direktlink  Kommentare: 4 geschrieben von potassium am Mittwoch, 22.09.2010, 19:32
Eingeordnet unter: Humor, RTW, Rettung, Rettungssanitäteralltag


Hab vor kurzem meinen ersten Dienst als einzuschulender Lenker am RTW hinter mich gebracht. Ist doch ein bisserl was anderes den RTW - die heilige Kuh - zu fahren, als einen der vielen KTWs.
Mehr Knöpfe im Cockpit, bissl breiter, bissl länger, bissl schwerer und viel teurer (>120 000€ kostet ein RTW) als ein KTW.

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Einer unserer RTWs, vom Tag der offenen Türe am C9-Stützpunkt in Aspern

Da wir standardmäßig jeden Einsatz am RTW mit Sondersignalen anfahren ist ständig höchste Konzentration beim Fahren gefragt, da das Unfallrisiko bei Einsatzfahrten um bis zu 8 mal höher ist, als im gewöhnlichen Straßenverkehr. Glaub die Lehrfahrer waren ganz zufrieden mit mir und bis auf den ein oder anderen Randstein, hat auch keiner Leiden müssen ;-)
Bin schon gespannt, wann ich in nächster Zeit wieder zum Fahren komm. Ich wohn derzeit ja schon fast auf der Station - auch ein Grund warum der Blog derzeit so selten befüllt wird.

Najo, dieses Wochenende ist noch Katastrophenübung und dann wirds erstmal ruhiger rund um den Hl. Johann. Dann gehts los mit Phys.Chem. II lernen - what a pleasure.
Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von potassium am Freitag, 10.09.2010, 00:20
Eingeordnet unter: RTW, Rettung