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Witti Symphonics - Ham Kummst Sanitäter Edition

... als Hommage auf Seiler und Speer - Ham kummst.
Dabei gefällt mir am besten
ZitatTatü tata - was macht der FiSu1) da?


Die Wildecker Herzbuben - Der Schock fürs Herzilein

...Teil einer Kampagne zur Verbreitung von öffentlichen Defibrillatoren durch den Verein PULS.



1)Fieldsupervisor (FiSu): Mitarbeiter der Rettungsakadmie (Ausbildungszentrum) der Wiener Berufsrettung (MA 70), welcher zu Einsätzen höchster Priorität als Unterstützung der entsandten Mannschaft und zur Qualitätssicherung entsandt wird.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Dienstag, 28.06.2016, 16:52


Ein sehr empfehlenswertes Video habe ich heute für euch. Am zweiten Rettungsdienstsymposium, welches am 26.02.2015 in Linz statt fand haben hier drei Vortragende dieses Thema aus der Sicht eines Juristen, eines Arztes und des Bundesrettungskommandanten des ÖRK aufgegriffen.
Den ersten zwei Beiträgen kann ich viel abgewinnen, dem dritten nicht so.



Prädikat sehenswert!
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Sonntag, 01.03.2015, 17:18


In einem sehr, sehr empfehlenswerten Artikel schreibt die Krankenschwester und Paramedic Elia Petzierides die unglückliche Verkettung von Umständen die zu dem Tod von einer dreijährigen Australierin auf einem luftgebundenen Transfer zwischen zwei Spitälern geführt hat.
Rubys Rule on gravelessons.com

ZitatIt is here where three simple yet painful statements are made that make this such a difficult case to accept.
1. If a new IV fluid bag had been used Ruby would still be alive as the air would not have been present in the IV fluid bag.
2. If an infusion pump had been used Ruby would still be alive as the pump would have alarmed and ceased the infusion when air was detected in the line prior to it entering Rubys circulatory system.
3. If the IV fluid was gravity fed (without the pressure bag) Ruby would still be alive as Rubys venous pressure would have stopped the final few centimetres of IV fluid from entering her circulatory system, preventing any air from entering her circulatory system.


Die Quintessenz: Niemals, unter keinen Umständen, soll eine bereits angestochene Infusion wieder angestochen werden, weil dadurch Luft in den Infusionsbeutel eindringen kann und dieser - im falle einer Druckinfusion - zu einer massiven Luftembolie beim Patienten und damit zu dessen Tod führen kann.

Edit: Mittlerweile gibt's auch ein Video dazu auf Youtube.

Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Freitag, 16.01.2015, 08:06
Eingeordnet unter: Medizin, Rettung, Zum Nachdenken


IBM hat den durch das Guiness-Buch der Rekorde verifizierten kleinsten Animationsfilm der Welt hergestellt - durch Verschieben von einzelnen Kohlenmonoxid-Molekülen auf einer Kupfer-Platte.

Doch seht selbst:


Die Wahl für Kupfer und CO ist übrigens auch erklärt:
ZitatThe scientists used copper because that element, in combination with carbon monoxide, produced the most stable atoms for moving


Mehr dazu auf www.research.ibm.com oder wers lieber auf Deutsch mag www.spiegel.de

Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Dienstag, 07.05.2013, 19:30


rupturiertes Bauch-Aortenaneurysma: 0
Wir: 1
:-)
Direktlink  Kommentare: 2 geschrieben von potassium am Donnerstag, 29.11.2012, 02:07
Eingeordnet unter: Medizin, Rettung


In einem meiner letzten Dienste wurden mein Team und ich mit dem RTW zu einem Patienten gerufen, dessen Freunde sich sorgen um ihn machten. Besagter Patient war aus dem Spital effugiert und sah keinen Grund dort wieder hin zurückzukehren. Er hatte eine Latte an Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, COPD, Hyperlipidämie, paroxysmales Vorhofflimmern, bereits einen Schlaganfall und angeblich eine beginnende Demenz und wie könnte es anders sein auch Diabetes Mellitus.
Seine Vitalwerte waren nicht bedrohlich, aber auch nicht schön ebenso das EKG bei dem ein bisfaszikulärer Block zu sehen war, welcher allerdings vorbekannt war.
Auch die Liste der Dauermedikation las sich beeindruckend: Simvastatin, Thrombo-ASS, Digimerck, Lasix in zwei Dosierungen, Nitrolingual b.B., Berodualin DAe, Seretide, Glucophage und neben noch ein paar anderen noch Cialis.
Wir haben es dann mit allen Mitteln und Tricks versucht den Patienten dazu zu bewegen mit uns wieder zurück ins Spital zu fahren. Das hat er jedoch komplett verweigert. Auch seine zwei betrunken Freunde machten die Sache nicht einfacher.
Da der Patient auf Grund der Situation von uns nicht belassen werden konnten musste Abhilfe her: Also wurde ein Notarzt verständig, der den Patienten erneut untersuchte und dann seine reversfähigkeit feststellte.
Warum ich das ganze schreibe? Nachdem mir die Dauermedikations ins Auge gestochen ist und die fatale Kombination von Cialis und Nitrolingual bereits Unbehagen bescherte, fragte ich den Patient, ob er denn diese beiden Präparate gemeinsam einnehme. Seine Antwort darauf
ZitatNaaaaaaaaaaaaaa, des is dafür damit da Beidl steht.......
und ist in schallendes Gelächter ausgebrochen.....Wir mussten auch etwas mehr als schmunzeln :D

Zusatzinformation:
Der Wirkstoff des Medikamentes Cialis ist Tadalafil und ist ein sog. Phosphodiesterase-5-Hemmer. In Kombination mit dem NO-Donator Nitroglycerin (Wirkstoff vom Präparat Nitrolingual) kommt es zu einem Überangebot an NO (Stickstoffmonoxid) und dadurch zu einer sehr starken und unerwünschten Blutdrucksenkung, die oft lebensbedrohlich sein kann. Aus diesem Grund müssen zwischen der Gabe von Nitroglycerin und der letzten Einnahme von PDE-5-Hemmern wie Cialis, Viagra oder Levitra mindestens 24 besser jedoch 36 Stunden vergangen sein.
Direktlink  Kommentare: 2 geschrieben von potassium am Donnerstag, 01.11.2012, 11:12
Eingeordnet unter: Breitenschulung, Medizin, Rettung


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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Mittwoch, 31.10.2012, 15:55


Von Donnerstag bis Samstag war ich auf dem Wiederbelebungskongress des Europäischen Rates für Wiederbelebung (European Resuscitation Council) in der Wiener Hofburg. An diesen drei Tagen wurden Zig Vorträge zum Thema Wiederbelebung, Post-Resuscitation-Care, Evidenced-Based-Medicine und vieles mehr Präsentiert. Natürlich waren auch einige der Medizinprodukt-Hersteller Größen vor Ort. Unter anderem Zoll, Laerdal, Physio Control, Intersurgical und viele mehr.

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In den Pausen herrschte dichtes Gedränge zwischen den Ständen.

Gemeinsam mit drei anderen Kollegen war ich für die Firma Laerdal vor Ort, wo wir eines ihrer neuen Produkte vorstellten bzw. bei der Vorstellung halfen. Da wir aber nur in den Pausen zwischen den Vorträgen arbeiten mussten, konnten wir uns die restliche Zeit die Vorträge anhören, die Poster ansehen und natürlich auch die Ausstellungen und Präsentation bei den Ständen der Konkurrenz ansehen.

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Bei der Arbeit...6 Stunden kardiopulmonale Wiederbelebung in 3 Tagen...das geht rein

So waren einige Systeme zur Atemwegssicherung vorgestellt, aber auch zur maschinellen Durchführung der Herzdruckmassage, unzählige Monitore, Defibrillatoren und natürlich auch alternative Wege um Medikamente und Infusionen zu Applizieren. Viele der Geräte konnten vor Ort ausprobiert werden, andere wurden ausführlich erklärt.

Das Ambiente der Hofburg bietet meiner Meinung nach einen sehr angenehmen Rahmen für einen Kongress und obwohl die kulinarische Versorgung auf den ersten Blick etwas gering wirkte, reichte es doch immer aus. Cooles Detail am Rande: während so gut wie alle anderen Besucher im Anzug oder Vergleichbarem unterwegs waren, konnten wir im Trainingsanzug den Tag dort verbringen, da wir natürlich bei unseren Workouts in der Pause entsprechend ins Schwitzen kamen.

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Die großen Marmorsäulen und alten Kronleuchter bieten ein imposantes Drumherum für den Kongress.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Montag, 22.10.2012, 22:38
Eingeordnet unter: Medizin


Auch diese Hürde wäre geschafft: Habe heute die Prüfung zum Notfallsanitäter mit allgemeiner Notfallkompetenz Venenzugang und Infusion mit Auszeichnung bestanden.

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Somit darf ich neben meinen Medikamenten, welche ich bereits mit der NKA geben durfte auch noch kristalloide Infusionen sowie Glucose Infusionen anhängen und selbstständig periphervenöse Zugänge legen.
Dazu sagt das Sanitätergesetz folgendes:
Zitat§ 11. (1) Notfallsanitäter können die Berechtigung zur Durchführung folgender allgemeiner Notfallkompetenzen erwerben:
1. Arzneimittellehre, das ist die Verabreichung spezieller Arzneimittel, soweit diese zuvor durch den für die ärztliche Versorgung zuständigen Vertreter der jeweiligen Einrichtung gemäß § 23 Abs. 1 schriftlich zur Anwendung freigegeben wurden (Arzneimittelliste 2), und
2. Venenzugang und Infusion, das ist die Punktion peripherer Venen und Infusion kristalloider Lösungen, jeweils im Rahmen von Maßnahmen zur unmittelbaren Abwehr von Gefahren für das Leben oder die Gesundheit eines Notfallpatienten, soweit das gleiche Ziel durch weniger eingreifende Maßnahmen nicht erreicht werden kann.

(2) Voraussetzung für die Durchführung allgemeiner Notfallkompetenzen ist
1. die Berechtigung des Notfallsanitäters hiezu auf Grund der jeweiligen erfolgreich absolvierten Ausbildung gemäß §§ 38 bis 40 und
2. die Anweisung eines anwesenden Arztes oder
3. sofern ein Arzt nicht anwesend ist, die vorangehende Verständigung des Notarztes oder die Veranlassung derselben.


Nächste Stufe ist nun der NKI - Notfallsanitäter mit besonderer Notfallkompetenz Beatmung und Intubation
Zitat§ 12. (1) Der Notfallsanitäter kann entsprechend dem Stand der medizinischen Wissenschaft die Berechtigung zu weiteren Tätigkeiten, insbesondere zur Durchführung der endotrachealen Intubation ohne Prämedikation und endotrachealen Vasokonstriktorapplikation (Beatmung und Intubation), erwerben.

(2) Voraussetzung für den Erwerb der Berechtigung gemäß Abs. 1 ist
1. die Berechtigung zur Durchführung der allgemeinen Notfallkompetenzen gemäß § 11 und
2. die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung gemäß §§ 41 und 42.

Die Berechtigung ist vom erfolgreichen Abschluss der Ausbildung an mit zwei Jahren befristet und darf erst nach Überprüfung der Kenntnisse gemäß § 51 Abs. 3 (Rezertifizierung) neuerlich erteilt werden.

(3) Voraussetzung für die Durchführung der Tätigkeiten gemäß Abs. 1 ist
1. eine schriftliche Ermächtigung durch den für die ärztliche Versorgung zuständigen Vertreter der jeweiligen Einrichtung gemäß § 23 Abs. 1 und
2. eine entsprechende Anweisung eines anwesenden Arztes oder
3. sofern ein Arzt nicht anwesend ist, die vorangehende Verständigung des Notarztes oder die Veranlassung derselben.

Das wird aber noch zumindest ein Jahr dauern fürchte ich.
Direktlink  Kommentare: 6 geschrieben von potassium am Dienstag, 11.09.2012, 16:51


Die schlanke Abkürzung SAD PERSONS klingt wie der Name einer Studie, ist jedoch ein Mittel um die Suizuidalität einer Person abzuschätzen und wurde von Patterson et al. vorgeschlagen.
Dabei steht diese Abkürzung für die Risikofaktoren
  • Sex: Männlich
  • Age/Alter: ältere Personen
  • Depression
  • Previous attempt / vorangeganger Suizidversuch
  • Ethanol (Alkohol) missbrauch
  • Rationales denken nicht möglich
  • Sozialer Rückhalt fehlt
  • Organisierte/durchdachte Pläne für den geplanten Suizid
  • No spouse / kein Partner
  • Sickness / vegetative Erkrankung


Näheres dazu kennt die englische Wikipedia - SAD PERSONS Scale.
Sehr interessant ist dazu auch folgendes Paper aus der Zeitschrift Notfall + Rettungsmedizin: Person droht zu springen (Volume 14, Number 6 (2011), 491-496, DOI: 10.1007/s10049-011-1448-6).
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Sonntag, 02.09.2012, 13:46