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Heute waren wir im Rahmen der Vorlesung Anorganische Molekularchemie auf einer Exkursion am Atominstitut der TU Wien. Wir wurden von Dr. Georg Steinhauser begrüßt und durch das Gelände geführt.

Bei dem Reaktor handelt es sich um einen TRIGA-Forschungsreaktor, eine Reaktorart die sich vor allem durch ihre inhärente Sicherheit auszeichnet, sodass auch Studenten an dem Reaktor arbeiten können ohne, dass dadurch Gefahr droht.
Die inhärente Sicherheit beruht darauf, dass sich, wenn sich die Neutronenzahl unkontrolliert erhöht, das umgebende Wasser, dass gleichzeitig den Moderator und Kühlmittel darstellt, sich so stark erhitzt, dass seine kinetische Energie höher wird, als die der freigesetzten Neutronen. Dadurch können die Neutronen nicht mehr abgebremst werden und weitere Kernspaltung wird somit verhindert. Man könnte Sagen der Reaktor würgt sich selbst ab. Dies passiert in einem Zeitraum von rund 40 Millisekunden. Anschließend kühlt sich das Wasser wieder ab und der Reaktor kann erneut angefahren werden.
Nicht nur, dass sich der Reaktor selbst schützt, kann die Leistung für die besagten 40 Millisekunden um das 1000 fache erhöht werden, sodass es zu einer kurzzeitigen massiven Erhöhung des Neutronenflusses kommt, der wiederum für gewisse Experimente notwendig ist.

Der lange Rede kurzer Sinn hier noch einige imho sehr interessante Bilder von der Exkursion.

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Hier der TRIGA-Reaktor der TU Wien in beinahe voller Größe.

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Bei diesem typischen blauen Leuchten handelt es sich um Tscherenkow-Strahlung. Sehr Eindrucksvoll!

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SCRAM - Der Notausschalter für Kernreaktoren. SCRAM steht dabei für Safety Control Reactor Axe Man bzw Safety Cut Rope Axe Man.

Beim ersten Kernreaktor, dem Chicago Pile von Fermi hatte ein Arbeiter die Aufgabe im Falle eines Durchgehens des Reaktors das Seil an dem die Moderator-Stäbe befestigt waren mit einem Axt-Schlag zu durchtrennen und somit das sofortige Abschalten des Reaktors zu bewirken. Die Bezeichnung SCRAM ist international bei allen Kernreaktoren gleich, blos in Deutschland nicht. Dort wird der Not-Aus Knopf durch die klingende Abkürzung RESA bezeichnet, das steht für Reaktor Schnellabschaltung.....Nunja....

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Hier ein Diagramm, wo sich welcher Brennstab befindet. Anfangsziffer 2 bezeichnet noch Brennstäbe die seit dem Bau 1962 vorhanden sind und noch nicht getauscht werden mussten.

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Der TRIGA-Reaktor von oben aus betrachtet. Das was hier unscharf wirkt ist das Kühlwasser, was den Reaktorkern von der Umgebung trennt. Unten rund 100 °C heiß siedet es nur nicht, weil der Wasserdruck es verhindert. An der Oberfläche hat es rund 35 °C.

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Mit diesen Greifwerkzeugen kann an den sog. Hotspot-Arbeitsplätzen gearbeitet werden, wenn es denn unbedingt sein muss.

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Dieses Fenster ist aus Bleiglas, welches die hochenergetische Alpha und die weitreichende Gamma-Strahlung abschirmen soll. Obwohl es hier aussieht als ob es rund 30 cm dick wäre, ist es in Wirklichkeit rund 1-1.5m dick.

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Durch diese Schleusen kann bei Bedarf weiteres Material in den Hotspot-Arbeitsplatz eingebracht werden. Beispielsweise Küchenrolle, destilliertes Wasser udgl....

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Wir durften auch alle mal probieren zu arbeiten. Bedarf aber doch einiges an Übung....

In diesem Sinne Danke an Herrn Prof. Weinberger für das Ermöglichen der Exkursion und Herr Dr. Steinhauser für die tolle Führung!
Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von potassium am Dienstag, 24.04.2012, 20:52
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Labor, Labor, Labor...habe heute zum ersten mal eine Glovebox (sogar gleiches Modell wie hier am Bild), in Action gesehn und zum ersten Mal in Schlenk-Kolben drei Reaktionen angesetzt. Nebenbei noch mein 1-Phenylpropanon (hoffentlich Enantiomerenrein) aufgearbeitet und für GCMS sowie für die Chirale HPLC abgefüllt. Morgen folgt davon noch ein NMR.
Kaum zu Hause erfreue ich mich an Kinetik und Katalyse sowie dem NMR-Spektrum einer Substanz für Analytische Problemlösungsstrategien...
Nächste Woche halte ich dann noch einen Vortrag/Referat über C-C-Bindungs Aktivierung sowie C-F-Bindungs AKtivierung im Rahmen der Vorlesung Metallorganische Chemie. Dann wirds aber hoffentlich wieder bissl ruhiger, was die Uni angeht.
Bald gehts Skifahren, juhu :-)
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Dienstag, 17.01.2012, 22:42


Derzeit gehts wieder mal drunter und drüber. Auf der Uni jeden Tag 8 Stunden Labor und danach Lernen für Kinetik und Katalyse Prüfung. Da bleibt nicht viel Zeit für Anderes...schon gar nicht für bloggen.
Trotzdem ein nettes Bild, dass ich unlängst vom Scheidetrichter einer Kollegin aufgenommen hab. Was in den zwei Phasen ist, weiß ich zwar nicht mehr, aber das schwarze da drin ist Palladiumchlorid.

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Najo, eineinhalb Wochen noch und dann hab ich das auch hinter mir :-)
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Sonntag, 15.01.2012, 17:56
Eingeordnet unter: Fotos, Labor, Technische Chemie, Uni


Wie die Zeit vergeht. Grad eben war noch NFS-Prüfung nun steh ich schon die zweite Woche im fortgeschrittenen Synthesepraktikum und muss mich ärgern wie in jedem Praktikum bisher. Nix da mit im Master wirds gemütlicher.
Ein Präparat hat sich bereits als widerspenstiger als erwartet herausgestellt -> Nochmal kochen. Gott sei Dank nur die letzte Stufe, trotzdem mühsam genug. Und die Ausbeuten sind auch mehr als dürftig.

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Ein symbolisches Foto ausm Labor

Dazu kommt noch der übliche Weihnachtswahnsinn mit Geschenken überlegen, kaufen und nebenbei soll man auch noch in Festtagsstimmung kommen, dass ich nicht lache.
Aber: In 10 Tagen is der Zauber vorbei und dann wirds hoffentlich wieder ein bisserl ruhiger und hier kommt hoffentlich auch wieder bissl mehr Text.

An dieser Stelle noch was imho erheiterndes:
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Danke m3

PS: Super find ich aber, dass man dieses Jahr bis Weihnachten Motorradfahren kann. Vielleicht brauch ich überhaupt ned einwintern und kann durchfahren. Das wärs überhaupt! Motorrad ftw!
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Mittwoch, 14.12.2011, 22:24


Labor hab ich so gut wie vorbei. Heute die letzte praktische Arbeit (GC-Messung meiner Fettsäuremethylester) beendet habe, muss ich nur mehr Auswerten und Protokolle schreiben. Bin scho gespannt wieviel Aufwand das wird, bin aber zuversichtlich, dass sich das in Grenzen hält.
Vorher war ich grad mim OTW in Horn und bald gehts weiter. Mal was anderes :)
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Freitag, 19.03.2010, 01:28
Eingeordnet unter: Labor, Rettung, Technische Chemie, Uni


Juhu, morgn is der letzte Labortag dieses Semesters.
Noch ein wenig die restriktierte und vorher amplifizierte DNA auf einem Agarose-Gel elektrophoresieren und dann abfotographieren. Das kann ja ned so schlimm sein, hfft :D
gn8
Direktlink  Kommentare: 2 geschrieben von potassium am Mittwoch, 27.01.2010, 23:31
Eingeordnet unter: Labor, Technische Chemie, Uni



Letztes Präparat noch ein sehr gut. Nun is nur mehr die Abschlussprüfung dran und 17 ECTS mit der Note Sehr gut sind mein. JUHU
Direktlink  Kommentare: 4 geschrieben von potassium am Mittwoch, 17.06.2009, 18:14


Heute stand neben der Aufarbeitung der ASS von gestern die Herstellung von Adipinsäure aus Cyclohexanol und Salpetersäure am Plan (bei mir).

Das Zugeben des Cyclohexanols hat problemlos funktioniert und auch das Kochen bei 87 °C ging wunderbar. Nach dem Abkühlen war nur das Herausbekommen des (sehr schön) auskristallisierten Feststoffes aus dem 3-Hals-Kolben ein Problem, dass sich jedoch mit ein wenig Eiswasser beheben lies.
Nach dem Absaugen über Vakuum erhielt ich eine Rohausbeute von 14,72g, die nur noch im Exsiccator getrocknet werden muss. Das Produkt ist reinweiß und kristallin. Bin schon gespannt wieviel morgen überbleibt von den 14g und ob der Schmelzpunkt passt. Wär ja mal was.

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Die Reaktionsapparatur zur Herstellung von Adipinsäure aus Cyclohexanol. Die braunen Dämpfe sind Stickoxide. Das Gemisch wird nach Zutropfen vom Cyclohexan eine Stunde bei 85-90 °C gekocht und anschließend abgekühlt und die Kristalle abfiltriert.

Hier dann noch 2 Fotos vom Stinkraum und den Apparaturen einiger Kollegen.

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In der Mitte eine Destillationsapparatur. Daneben ein mechaniches Rührwerk ohne Reaktionsgefäß

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Kugelkühler, Scheidetrichter mit reidigem Schlatz, mechanisches Rührwerk in einem Rundkolben auf Ölbad und Magnetrührer und gleich nochmal daneben.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Mittwoch, 29.04.2009, 19:45


Heut war der erstes Tag des Synthesepraktikums auf der Uni. Die Handgriffe saßen noch erstaunlich gut dafür, dass wir seit eineinhalb Jahren nichts mehr mit Synthese zu tun hatten. Trotzdem dauerte alles elendig lang.
Mein Präparat ist dann gleich mal im Kolben derartig auskristallisiert, dass es sich nicht mehr rühren lies. Das wurde durch die Zugabe von mehr Essigsäureanhydrid wieder gelöst.
Laut Vorschrift sollte man das Gemisch bei 90-100 °C für eine Stunde rühren und dannach abfiltrieren. Zum Test ob die Reaktion schon vollständig abgelaufen war, soll eine Reaktions-DC durchgeführt werden.
Eine nach 2h, eine nach 2,5h, eine nach 3h, eine nach 4h. Alle das gleiche Ergebnis. Es ist noch Salicylsäure im Reaktionsgefäß -_-
Also wurde die Reaktion über Nacht im Stinkraum (Dauerversuchslabor) gelassen und rührt hoffentlich kräftig bis morgen weiter.
Mal sehn was die DC morgen sagt.

Die Highlights des heutigen Tages:
Ein Kühler, der mit beiden Anschlüssen an eine Wasserleitung angeschlossen wurde.

Eine dichte Apparatur, bei der der Stopfen im hohen Bogen durchs Labor flog.

Sowie ein Öldbad, dass auf >150 °C aufgeheizt wurde und in das Wasser von einem undichten Kühler tropfte -> FAIL.

Hier noch eine kleine Impression vom Labor. Wollte eigentlich mehr Fotos machen, hab dann aber vergessen.

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Hier wird gerade Brom in einem Tropftrichter auf die Zugabe zum Reaktionsgefäß vorbereitet. Die ungesunden Dämpfe kann man sogar als Laie erahnen. :D

Morgen gehts dann daran aus Hexanol mittels oxidativer Spaltung Adipinsäure herzustellen. Wird sicher auch wieder mega mühsam, aber interessant is es dennoch.
Direktlink  Kommentare: 5 geschrieben von potassium am Dienstag, 28.04.2009, 20:43


Endlich ist das Physikalisch, Physikalisch-Chemische Labor vorbei. Gestern die letzten 2 Besprechungen gehabt.
Notenschnitt der Besprechungen: 1,15 :D
Nächstes Labor: Synthesepraktikum ab Mai 2009 :-?
Direktlink  Kommentare: 5 geschrieben von potassium am Mittwoch, 18.02.2009, 11:31
Eingeordnet unter: Labor, Technische Chemie, Uni