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Nachdem ich nun wieder brav ein paar Vorlesungen für mein Doktorratsstudium absolviere und am Tablett mitschreiben will musste ich leider ein paar Rückschläge erleben: Einige der Vorlesungsunterlagen wurden uns nur als schreibgeschützte PDFs zu Verfügung gestellt - somit kann man sich keine digitalen Notizen zu den Folien machen. Sehr mühsam. *hammer*

Neben einer Heerschar an kommerziellen Programmen die mit mehr oder weniger Erfolg und für mehr oder weniger Geld diese PDFs von ihrem Schreibschutz befreien wollen bin ich auf eine einfache und vor allem günstige - weil gratis - Alternative gestoßen: http://www.freemypdf.com/.
Einfach das PDF dort hochladen und ihr könnt das gleiche PDF ohne Schreibschutz wieder runterladen.

Ist vermutlich nicht geeignet für geheime Verträge und Liebesbriefe an seine Affäre, aber für Vorlesungsunterlagen durchaus geeignet. ;-)
Prädikat: Sehr hilfreich!
Direktlink  Kommentare: 2 geschrieben von potassium am Dienstag, 01.04.2014, 00:30


Ich hab zu Weihnachten das Buch Am Ende der Leitung bekommen und bin nun endlich dazu gekommen einiges davon zu lesen. Bei dem Buch handelt es sich um Sammelwerk von Aufsätzen und Gedichte(n?) zum Thema Privatspähre, Datenschutz und Überwachungsstaat.

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Der Einband hat ein wenig unter dem Nachtdienst gelitten

Der Verein quintessenz hat dazu einen Literaturwettbewerb ins Leben gerufen und die besten Geschichten in diesem Buch veröffentlicht. Bis jetzt bin ich bei der Hälfte und muss sagen, dass das Buch hält, was es verspricht. Es sind alles samt Dystopien, welche aufzeigen wie es sein könnte, wenn sich die Menschen nicht bald eines besseren besinnen und die sinnlose Angst vor dem ungewissen ablegen.
Am beeindruckendsten fand ich bis jetzt die Geschichte eines Mannes, der unauffälliger und unschuldiger nicht leben konnte und gerade deswegen in das Visier des Staatsschutzes gelangt ist. Für den Staatsschutz ist es unvorstellbar, dass jemand so unauffällig lebt, dass im Endeffekt jedes Mittel Recht is irgendetwas schmutziges an seinem Leben zu finden. Mit schrecklichen Folgen...

Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Montag, 04.01.2010, 03:23


Vorerst, für alle, die nicht wissen, worum es sich bei dem Big Brother Award handelt:
ZitatDer Big Brother Award wird an jene Personen, Institutionen, Behörden und Firmen vergeben, die sich im Feld der Überwachung, Kontrolle und Bevormundung ganz besonders verdient gemacht haben. Die Gewinner bekommen einen Preis und einen Platz in der Hall of Shame, so wie ihre Vorgänger aus den letzten zehn Jahren.


Ich war am 25.10. bei der Gala, bei der traditionell die Gewinner bekannt gegeben werden und bei der man hofft, dass sich einer der Gewinner den Preis entgegen zu nehmen traut.
Ich fand es schade, dass aus Protest 2 Kategorien nicht vergeben worden sind: Lebenslanges Ärgernis sowie der Positivpreis "Defensor Libertatis".
Ich verstehe ja noch, dass man niemanden auszeichnen kann, wenn sich niemand hervorgetan hat. Aber zu sagen, dass alle gleich stark den Titel Lebenslanges Ärgernis verdient haben, da hätte man sich schon mehr Mühe geben können, einen Gewinner zu finden.
Die Gala fand wieder im Theater Rabenhof im 3. Bezirk statt. Ich finde das Theater hat eine sehr nette Atmosphäre, ist aber leider für so eine Veranstaltung fast schon zu klein. Es wundert mich immer wieder, dass man dafür eine Feuerpolizeiliche Erlaubnis bekommt. Wenn da Panik ausbricht...

Die Gewinner des diesigen Jahres sind, geordnet nach Kategorien:
  • Business und Finanzen: Clemens Steiner, Geschäftsführer Tiger Lacke: Zufriedenheit durch Überwachung
  • Politik: Die Landtagsabgeordeten Hirz, Wageneder und Schwarz [Grüne OÖ]: vom Internetsperrpopulismus angesteckt
  • Behörden und Verwaltung: Bundesministerium für Finanzen: Spendepflicht für Sozialversicherungsnummern
  • Kommunikation und Marketing: Russell E. List-Perry: Geschäftsführung 123people.at
  • Publikumspreis: Peter Klugar, ÖBB-Chef: Erst überwachen, dann vertuschen

Die genaue Beschreibung der Gewinner gibts auf der Big-Brother-Homepage: www.bigbrotherawards.at

Hier noch 2 kleine Eindrücke, leider reichte meine Kamera nicht für viel mehr.

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Die künstlerische Darbietungen konnten mich dieses Jahr nicht wirklich überzeugen. Fand ich weder musikalisch noch optisch gut.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Sonntag, 01.11.2009, 21:20


Zumindest, wenn sie im Rahmen eines Flashmobs abgehalten werden.

Zitat...
Beim Termin mit Herrn Paschen wurde mir dann folgendes mitgeteilt:

1) Jegliche öffentliche Flashmobs in Braunschweig sind illegal und werden notfalls mit einer Allgemeinverfügung verboten und polizeilich aufgelöst.

2) Auch der World Freeze Day, über den die Braunschweiger Zeitung sehr freundlich berichtet hat, werde zukünftig vom Ordnungsamt verboten, sofern sie rechtzeitig davon erfahren. Sad

3) Der öffentliche Raum in Braunschweig dient ausschließlich dem Verkehr, also dem Transfer von Wohnung a zu Wohnung b, von Wohnung a zu Geschäft b oder von Geschäft a zu Geschäft b.

4) Ich habe die Aufgabe, öffentlich bekannt zu geben, dass am 8.8. von 16 bis 18 Uhr KEIN Picknick auf dem Schlossplatz stattfinden wird.

Die Begründung für das Verbot lautet wie folgt:
a) Öffentliches Eigentum ist durch das Picknick gefährdet. Auf meine Frage, was denn gefährdet sei, antwortete mir Herr Heidelberg vom Fachbereich Öffentliche Sicherheit, dass das Sandsteinpflaster vorm Schloss teuer sei. Die Frage, inwiefern dieses Pflaster, über das tagtäglich Tausende von Frauen in High-Heels stolzieren, durch samtene Decke von Picknickern gefährdet sei, wurde mir leider nicht beantwortet.
...

Vollständig zu lesen auf Nerdcore.
Unsre Deutschen Nachbarn sind ja auf dem Besten Weg dem so zu werden wie Großbritannien
Da wird mir schlecht *speib*
Direktlink  Kommentare: 2 geschrieben von potassium am Donnerstag, 30.07.2009, 14:53


Wie Heise berichtet hat der CCC ein Papier veröffentlicht mit einem Gutachten zur
Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung der Telekommunikationsdaten.

Zitat... Durch die Ausforschung von Beziehungsnetzwerken, Aufenthaltsorten und Abfolgen von Kommunikation könne ein "nahezu vollständiges Profil der Persönlichkeit eines Betroffenen erstellt und über die Zeit fortentwickelt werden". ...


Zitat...Der CCC zieht das Fazit: "Die Gefahr von Datenmissbräuchen sowie die Möglichkeiten, Rückschlüsse auf intime Details, Aufenthaltsorte, Gewohnheiten und Vorlieben im Leben jedes einzelnen Bürgers zu ziehen, stehen in keinem Verhältnis zu dem möglicherweise im Einzelfall bestehenden Vorteil bei der Strafverfolgung." Die Vorratsdatenspeicherung potenziere vielmehr die Risiken und Überwachungsfolgen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft.

Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Montag, 06.07.2009, 16:41


Zitat"Es ist ein Fehler aufgetreten oder Du bist nicht eingeloggt!"

Erscheint alle Nasenlang bei StudiVZ, wenn man zB seine Nachrichten ansehen will, Fotos vergrößern oder andere Funktionen die auf Javascript basieren.
Für einige ist es möglich Javascript kurzzeitig zu deaktivieren (zB Nachrichten), andere gehen dann gar nicht mehr.
Abhilfe hat Temporär mal das Löschen der Internetspuren in Opera gebracht. Dabei werden temporäre Sessioncookies, der komplette Cache, die Liste der besuchten Seiten sowie die Liste der Transfairs gelöscht.
Nun gehts wieder.
Im Firefox gibts so eine Funktion auch, dort heißt sie jedoch "Private Daten löschen".
Dann kann man auswählen was man alles löschen möchte. Die vorausgewählten Daten dürften ziemlich brauchbar sein.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Dienstag, 04.11.2008, 22:22


ZitatE-Voting ist wie Kommunismus - eine gute Idee. Praktisch funktionierts aber nicht!

Wie heute ein Studienkollege von mir korrekt gesagt hat :D
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Donnerstag, 30.10.2008, 22:58


Zitat76% der Befragten, also rund 3/4 sprachen sich für einen Ausbau der Video-Überwachung aus. Dagegen waren lediglich 20%. Die Zahl der Befürworter ist in West- und Ostdeutschland praktisch identisch, allerdings gab es leichte Unterschiede zwischen Frauen und Männern, wobei sich Frauen etwas häufiger für die Video-Überwachung aussprachen - möglicherweise weil sie eher befürchten, Opfer von Kriminalität zu werden.

Der ganze Artikel auf gulli.com

Dazu kam mir gleich der Blogeintrag von m3 von vor einiger Zeit in den Sinn
ZitatFrage 2: "eine abschreckende Wirkung auf Kleinkriminalität und Vandalismus haben" Wunschdenken oder gibt es zu der abschreckenden Wirkung auch zahlen. Auch hierzu gibt es ein schönes Zitat des Instituts für kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg: "Hinsichtlich der Wirkung ist aber festzustellen, dass eine abschreckende Wirkung nicht in dem Maße stattfindet, wie offensichtlich gewünscht und propagiert."
Dr. Leon Hempel vom Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin: "In Großbritannien hatte man gedacht, dass durch die Videoüberwachung die Kriminalität um bis zu 80 Prozent zurückgeht. Tatsächlich liegt die Quote aber nur bei vier Prozent".


Aber vermutlich muss die letzte Frage des Gulli-Artikel-Autors
ZitatHat Schäubles Panikmache in Deutschland möglicherweise schon erste Früchte getragen?

mit ja beantwortet werden...

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Dienstag, 07.10.2008, 18:20


Da aBash ja permanent mit Spam überflutet wurde, hab ich das selbstständige Eintragen von Zitaten jetzt ja ewig deaktiviert gehabt. Heute konnte ich mich dazu hinreißen eine Captcha-Kontrolle einzubauen. Sollte nun also wieder funktionieren.

Etwaige Fehler bitte an potassium ]ät[ 1338 ]punkt[ at senden.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Mittwoch, 24.09.2008, 02:37


SQL-Injection, XSS (Cross-Site-Scripting) oder Session Hijacking sind den meisten Leuten die sich mit der Entwicklung und Sicherheit von (Web)-Applikationen beschäftigen sicherlich ein Begriff.
Doch auch anders können sich bösartige Lücken in Quelltexten auftun.

Stefan Esser schreibt auf seinem Blog Suspekt...A Blog About Code, Information Security, PHP And More über eine Schwachstelle die sich da SQL Column Truncation Vulnerabilities nennt.

Dabei wird ausgenutzt, dass ein String der mehr Zeichen hat als für ein bestimmtes Feld erlaubt sind, einfach beim Zeichenlimit abgeschnitten werden. Somit wird es möglich, dass zb ein Benutzer "admin" und ein Benutzer "admin " in der gleichen Spalte existieren, obwohl beim erstellen des 2. Benutzers eine Abfrage getätigt wurde, ob der Benutzer schon vorhanden sei.
Zitat...
Because MySQL does not compare strings in binary mode by default more relaxed comparison rules are used. One of these relaxations is that trailing space characters are ignored during the comparison. This means the string 'admin ' is still equal to the string 'admin' in the database. And therefore the application will refuse to accept the new user.

If the attacker however tries the username 'admin x' the application will search for it in the database and will not find it, because it is impossible to find a username with a length of 17 in a database field that has a 16 character limit. The application will accept the new username and insert it into the database. However the username column is to short for the full name and therefore it is truncated and 'admin ' is inserted into the database.

The result of this is that the user table now contains two users that due to trailing spaces both will be returned when the SELECT query above is executed. At this point a potential security problem arises because now it depends on how the username is treated throughout the application. The following pseudocode for example is vulnerable.
...


Mehr davon auf www.suspekt.org

Sehr empfehlenswert!
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von potassium am Dienstag, 09.09.2008, 23:11