Hinfahrt
Vorige Woche haben mein Onkel und ich uns aufgemacht und in Richtung Süden begeben. Begleitet von perfektem Wetter ging es (um KM zu fressen ;-)) bis Gloggnitz auf der Autobahn dahin. Danach über das Preiner Gschaid und das Mürztal bis nach Gußwerk und von da an mitten durch Wildalpen. Bis dahin war es Mittag geworden und so speisten wir bei gemütlichen 25 °C in Palfau bei der Wasserlochklamm. Sehr lecker und flott. Weiter ging es dann durch das Gesäuse und von Admont aus direkt nach Süden über die Kaiserau und Hohentauern in Richtung Murau. Durch das Murtal ging es nach Westen und über die Turracher Höhe nach Kärnten.
Turracher Höhe mit dem kleinen See oben
Weiter ging es dann nach Westen über die Nockalmstraße hinauf auf die Eisentalhöhe. Dort war es höchste Zeit für einen Kaffee und Kuchen. Der Café war erstklassig, der Kuchen war zwar ausm Packerl aber trotzdem frisch.
Auf der Nockalmstraße gabs auch noch bisschen Schnee
Bis da alles wieder saftig und frisch is wirds wohl noch bissl dauern, auf der Eisentalhöhe.
Gute Laune nach Kaffee und Kuchen
Schließlich ging es durch das Drautal bis nach Oberdrauburg und über den Gailbergsattel (der trägt seinen Namen nicht um sonst! Sehr leiwande Strecke!) nach Kötschach-Mauthen. Im Hotel Gasthof Edelweis - Privatbrauerei Loncium haben wir dann unser Lager aufgeschlagen. Da die Küche leider auf Grund der vorgerückten Stunde bereits geschlossen war, mussten wir unser Glück woanders versuchen. Uns wurde das Restaurant Feistritzer empfohlen und konnten nichts schlechtes darüber sagen. Vor allem die Nachspeise: Schokostrudel mit Schokosauce war ganz nach unserem Geschmack.
Gleich am nächsten Morgen ging es über den Plöckenpass in Richtung Italien. Immer weiter in Richtung Westen, der Sella-Runde entgegen. Auch an bekannten Orten wie dem Passo Falzarego oder Cortina d'Ampezzo kamen wir vorbei. Das Wetter spielte alle Stückeln und so legten wir bei bester Laune und traumhaften Strecken einiges an Kilometern zurück.
Traumhaftes Wetter und Landschaft in und um Cortina d'Ampezzo.
Ein Vergleichsfoto gegen das von vor 4 Wochen.
Braves Motorrad...niemals Mucken...auch nicht am Passo Falzarego...und der ist ganz schön steil.
Nach dem Mittagessen in La Villa.
Leider war das Sella-Joch, aus uns unbekannten Gründen, gesperrt und so müssten wir nach Süden auf den Passo Campolongo ausweichen. War auch schön.
Am Passo Pordoi
Aussicht vom Passo Pordoi in Richtung Westen.
Beweisfoto: ich war da!
Es ging dann über den Passo Pordoi (das ist ja kein Vergleich mit dem Motorrad vs. Auto) nach Alpa Penia und weiter auf den Fedaia Pass. Dort machten wir Rast um die unglaubliche Landschaft zu genießen und abzulichten.
Der Lago Fedaia am Fedaia Pass, ein doppelter Stausee (wird von 2 Staumauern begrenzt)
Die Schilderlandschaft am Passo Fedaia
Im darunter liegenden Tal möchte ich nicht sein, wenn diese Staumauer bricht...
Nochmal der hübsche See
Im Winter kann man hier Skifahren. Als wir da waren, war es jedoch ruhig und beschaulich.
Nochmal die Staumauer inkl Straße und die Umgebung
Die Strecke von Pieve di Cadore bis nach Lozzo di Cadore könnte man sich getrost sparen, die überzeugt leider weder landschaftlich noch von der Straße her. Da der Italiener größte Freude das Aufstellen von unnötigen 30er Beschränkungen, Sperrlinien und der absolute Favorit, Gegenverkehrsstücken mit Ampelregelungen ist, kommt man dort nur sehr gemächlich voran. Das war nix für uns.
In Mersano machten wir noch eine kurze Trink- und Tank-Pause und tankten sehr günstig für zarte 1.88€ den Liter Superbenzin. Da hauts einem ja.....na ihr könnt es euch denken.
Tank- und Trinkpause in Mersano
Ungefähr gegen 21.00 sind wir wieder in Kötschach-Mauthen angekommen und mussten feststellen, dass weder unser Hotel noch das Lokal vom Vortag noch offen/Küche hatten. Aber wir verzagten nicht uns so fanden wir den sehr netten Erlenhof wo wir ganz ausgezeichnet zu Abend aßen.
Rückfahrt nach Wien
Obwohl wir alle möglichen Wetterberichte (Laptop sei Dank!) konsultierten, konnte uns keiner soweit beruhigen, als das wir doch noch einen Tag dran hängten. Eine Kaltfront mit Temperaturstürzen um bis zu 30 °C wurde angekündigt mit Regen, teilweise Schneefall und viel Wind. Na Super!
Bereits um kurz nach 8 machten wir uns auf den Weg in Richtung Osten und versuchten wieder mal Kilometer zu fressen, anfangs auf der Bundesstraße, später dann auf der Autobahn. Erst bei Völkermarkt verließen wir die Autobahn und jausneten erstmal am Hauptplatz. Die größte Linzerschnitte, die mir je serviert wurde. Gut aber nicht sehr gut ;-) Es ging dann in Richtung Lavamünd und rauf über die Soboth nach Eibiswald. Bis dahin war das Wetter noch sonnig und warm. Doch kaum waren wir in Eibiswald zum Tanken abgestiegen, kam der erste gewittrige Regenschauer und wollte uns die Heimfahrt vermiesen. Also die Handschuhe auf die wasserdichten gewechselt und alle Lüftungsschlitze geschlossen und ab in Richtung Autobahn. Kaum auf dieser angekommen hörte der, mittlerweile zu einem feinen Nieselregen gewordene, Regen ganz auf. Also noch kurz auf der Südautobahn in Richtung Wien gefahren und dann aber gleich in Richtung Weiz abgebogen. Über Birkfeld, Ratten und den Feistritzsattel ging es der Heimat zu. Bedeckt aber trocken.
Selbst nach dem Wechsel war es weiterhin trocken und so zog es uns zu etwas essbarem. Die Wahl fiel auf das neu übernommene Lokal in Kaiserbrunn im Höllental. Außer uns war noch ein weiterer Tisch besetzt (ob die anderen Motorradler Angst vor den schwarzen Wolken hatten?). Das Essen war gut und reichlich.
Mittlerweile hatte uns, trotz allem Optimismus, die Regenfront eingeholt und so mussten wir das restliche Höllen- und teile des Klostertales in sanftem Regen fahren.
Der restliche Heimweg führte uns noch über die Weinberge von Mödling und Gumpoldskirchen.
Wieder einmal heißt es: Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut :-)
Hier nun der letzte Eintrag der Serie - Osterreise 2012. Die Fotos stammen von der Heimreise von Trentino/Trient über die Dolomiten und das Lesachtal nach Wien. Der letzte Tag hat endlich das lang ersehnte schöne Wetter gebracht und uns zu einigen Großartigen Ausblicken verholfen.
So viel Schnee noch und das im April...
Einige Fotos und Videos hat die brave GoPro da am Dach vom Auto geschossen. Quasi in Eigenregie ;-)
Der Blick auf Cortina d'Ampezzo
Das Panorama des Passo Falzareggo
ebenfalls am Passo Falzareggo - eine Kapelle
Seilbahn gibts hier auch eine, bis rauf auf fast 3000 m ü N.N.
und weils so schön war: wir am Passo Falzareggo
Joah....was soll ich dazu sagen...
Hoah? Wer bist du denn?
Der Kartitscher Sattel, unspektakulär im Vergleich zu den Dolomiten - trotzdem schön.
Die "berühmten" Doppelmühlen des Lesachtals...nicht unbedingt eine Reise wert, aber wenn man schon da ist kann man kurz Anhalten.
Das wars erstmal für diese Serie. Eventuell stell ich noch ein Video von der GoPro online, die sind aber ohne Musik bzw. ungeschnitten langweilig. Da ich kein großer Videobearbeiter bin, schauts derweil also schlecht aus.
Endlich schönes Wetter voriges Wochenende und der Samstag ist gleich mal vollständig dem KHD gewidmet gewesen. Allein deswegen schon mussten wir natürlich das Wetter für eine Motorradtour nutzen. So sind Michelle, Mia, mein Onkel, seine Freundin und ich unterwegs gewesen und haben Niederösterreich und die Steiermark sicherer gemacht (bei so vielen Sanis ;-)).
Das Wetter hat sich echt ausgezahlt und wir hatten teilweise über 30 °C im Schatten und das Ende April.
Moi
Das Wetter war echt großartig.
Das letzte bisschen Kraft hat Michelle aus ihrer Maschine heute gequetscht...
Den dritten Tag unserer Osterreise verbrachten wir anfänglich auf den Inseln Burano und Murano bei Venedig.
Burano, berühmt für seine bunten Häusern und Klöppelarbeiten, haben wir uns zuerst angesehen.
Burano
Böse Zungen behaupten, dass die Frauen Buranos ihre Männer gezwungen haben die Häuser so bunt zu malen, damit sie auch im betrunkenen Zustand das richtige Haus finden. Klingt plausibel :D
Aber egal, ob an dieser Geschichte etwas wahres dran ist, es sieht auf jeden Fall nett aus.
Die Rettung verkehrt in dieser Gegend klarerweise per Boot.
Und nochmal von vorne mit Blaulicht :D
Das Problem mit dem baulichen Untergrund haben die hier immer öfters. Das Resultat: Schiefe Türme!
Murano
Murano selbst hat uns nicht sonderlich vom Hocker gehaut. Die Glasbläser sind alle ziemlich überfüllt und mittlerweile zahlt man sogar fürs Zusehen.
Eine der wenigen coolen Exponate. Diese Vasen in Kapsel-Form sind von der Firma Venini.
Wie gut zu erkennen enthalten sie seitlich eingraviert die Summenformel von Testosteron, Adrenalin, Oxytocin, Phenylethylamin und Östrogen. Zu bekommen sind sie übrigens für den Rausschmeißerpreis von 1000€ pro Vase ;-)
Damit auch bissl was Menschliches im Blog vorkommt.
Abschließend gabs noch einen Espresso für jeden in Treporti und dann ging es auch schon weiter...
Den obigen Café gabs übrigens in einer kleinen Bar direkt in Treporti, wo man auch ausgezeichnete Tramezzini und so gerollte Tramezzini, deren Namen mir entfallen ist für wenig Geld bekommt. Freundlich sind sie auch überaus. Kategorie: Sehr empfehlenswert.
Bei dem Reaktor handelt es sich um einen TRIGA-Forschungsreaktor, eine Reaktorart die sich vor allem durch ihre inhärente Sicherheit auszeichnet, sodass auch Studenten an dem Reaktor arbeiten können ohne, dass dadurch Gefahr droht.
Die inhärente Sicherheit beruht darauf, dass sich, wenn sich die Neutronenzahl unkontrolliert erhöht, das umgebende Wasser, dass gleichzeitig den Moderator und Kühlmittel darstellt, sich so stark erhitzt, dass seine kinetische Energie höher wird, als die der freigesetzten Neutronen. Dadurch können die Neutronen nicht mehr abgebremst werden und weitere Kernspaltung wird somit verhindert. Man könnte Sagen der Reaktor würgt sich selbst ab. Dies passiert in einem Zeitraum von rund 40 Millisekunden. Anschließend kühlt sich das Wasser wieder ab und der Reaktor kann erneut angefahren werden.
Nicht nur, dass sich der Reaktor selbst schützt, kann die Leistung für die besagten 40 Millisekunden um das 1000 fache erhöht werden, sodass es zu einer kurzzeitigen massiven Erhöhung des Neutronenflusses kommt, der wiederum für gewisse Experimente notwendig ist.
Der lange Rede kurzer Sinn hier noch einige imho sehr interessante Bilder von der Exkursion.
Hier der TRIGA-Reaktor der TU Wien in beinahe voller Größe.
Bei diesem typischen blauen Leuchten handelt es sich um Tscherenkow-Strahlung. Sehr Eindrucksvoll!
SCRAM - Der Notausschalter für Kernreaktoren. SCRAM steht dabei für Safety Control Reactor Axe Man bzw Safety Cut Rope Axe Man.
Beim ersten Kernreaktor, dem Chicago Pile von Fermi hatte ein Arbeiter die Aufgabe im Falle eines Durchgehens des Reaktors das Seil an dem die Moderator-Stäbe befestigt waren mit einem Axt-Schlag zu durchtrennen und somit das sofortige Abschalten des Reaktors zu bewirken. Die Bezeichnung SCRAM ist international bei allen Kernreaktoren gleich, blos in Deutschland nicht. Dort wird der Not-Aus Knopf durch die klingende Abkürzung RESA bezeichnet, das steht für Reaktor Schnellabschaltung.....Nunja....
Hier ein Diagramm, wo sich welcher Brennstab befindet. Anfangsziffer 2 bezeichnet noch Brennstäbe die seit dem Bau 1962 vorhanden sind und noch nicht getauscht werden mussten.
Der TRIGA-Reaktor von oben aus betrachtet. Das was hier unscharf wirkt ist das Kühlwasser, was den Reaktorkern von der Umgebung trennt. Unten rund 100 °C heiß siedet es nur nicht, weil der Wasserdruck es verhindert. An der Oberfläche hat es rund 35 °C.
Mit diesen Greifwerkzeugen kann an den sog. Hotspot-Arbeitsplätzen gearbeitet werden, wenn es denn unbedingt sein muss.
Dieses Fenster ist aus Bleiglas, welches die hochenergetische Alpha und die weitreichende Gamma-Strahlung abschirmen soll. Obwohl es hier aussieht als ob es rund 30 cm dick wäre, ist es in Wirklichkeit rund 1-1.5m dick.
Durch diese Schleusen kann bei Bedarf weiteres Material in den Hotspot-Arbeitsplatz eingebracht werden. Beispielsweise Küchenrolle, destilliertes Wasser udgl....
Wir durften auch alle mal probieren zu arbeiten. Bedarf aber doch einiges an Übung....
In diesem Sinne Danke an Herrn Prof. Weinberger für das Ermöglichen der Exkursion und Herr Dr. Steinhauser für die tolle Führung!
Nachdem das Wetter in Grado nicht sonderlich erbaulich war, haben wir uns auf auf den Weg in Richtung Venedig gemacht. Dank Google-Maps Navigation und 3likehome war die Reiseroute auch sofort geplant und los gings. Das Auto durfte in Treporti am Festland bleiben und wir haben uns per Vaporetto auf den Weg gemacht.
Vorbei an Burano mit seinen bunten Häusern...
...ging es auch an sehr kleinen Inseln mit Ruinen...
...und noch mehr Ruinen vorbei...
Das entlockte so manchem eine sehr nachdenkliche Pose :D
Die Kirche der venezianischen Friedhofsinsel.
Gar nicht so klein die Friedhofsinsel...
Der Leuchtturm signalisiert, wir sind endlich angekommen!
Viel Platz ist ja nirgends in Venedig, aber bei dieser Gasse ham die Städteplaner echt übertrieben!
Die jüngste Kirche der Stadt...sehr hübsch. Weil Ostern war, war der Eintritt in alle Kirchen übrigens gratis. Sehr fein!
Das Auge zu täuschen war seit jeher die Absicht vieler Künstler.
Ja, eine Bibel....
Blick vom Ponte Rialto auf den Canale Grande.
Diese Buchhandlung ist garantiert nicht die aufgeräumteste und sicherlich auch nicht die mit dem besten Geruch weltweit, aber dafür urig und gibt ganz viele Katzen die drin herumlaufen. Die ganze Buchhandlung ist bis zur Decke vollgestopft mit antiquarischen und neuen Büchern, hauptsächlich auf alten Booten gestapelt. Sehenswert!
Die Seufzerbrücke. Sie verbindet Gerichtsgebäude mit Gefängnis, welches mit dicken Bleiplatten versehen ist, die sich im Sommer wunderbar aufheizen, damit der Aufenthalt im Kerker auch ja nicht zu angenehm ist. Dazu mag man stehn wie man will.
Und dann kam auch schon der Abend über das Meer und die Stadt.
Den Markusplatz haben wir uns nur mehr vom Vaporetto aus angesehen.
Und so ging es in Richtung Hotel...
Sollten wir die Regenwolken endlich losgeworden sein? Man darf gespannt sein!
Weiter geht es mit in den nächsten Tagen mir Ostern 2012 - Burano & Murano